Medizinportal oder Praxiswebseite

Medizinportal oder Praxiswebseite

Gestern veröffentlichte die Zeit Online einen Artikel zum Thema Medizinportale. Die Ergebnisse unterschiedlicher Studien sind erstaunlich! Laut einer Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (S.32) sind die Nutzer von Online-Vergleichsportalen gering einzuschätzen: „Lediglich 6% aller Bürgerinnen und Bürger im Alter zwischen 18 und 79 Jahren sagen, dass sie sich schon einmal auf einem Arztbewertungsportal im Internet informiert haben.“ Das klingt nicht nach besonders viel.

Bemerkenswert aber ist, dass schon 2001  Stiftung Warentest schrieb: „Medizinische Informationsangebote im Internet verzeichnen nach den Sexseiten die zweithöchsten Klickraten“. Wenn das schon 2001 der Fall war, dann wird es heute nicht viel anders sein. Verwunderlich ist, dass seit dem keine aussagekräftigen Statistiken zu diesem Thema erschienen sind. Welchen Schluss kann man daraus ziehen?

Laut den Statistiken ist also die eigne Praxiswebseite extrem wichtig, da wohl der Hauptanteil der Internetuser sich hierüber einen Überblick zu den Ärzten verschafft. Sollte das tatsächlich stimmen, ist es mir unerklärlich, warum derzeit vor allem die Medizinportale im Fokus der Analysen, unter anderem auch des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) , stehen. Bei „lediglich 6%“ Nutzung dieser Portale gibt es doch weitaus wichtigeres zu Erforschen…

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